Neben meinem Leben als ausgebildeter Blockflötist, wo ich mich vor allen Dingen im Bereich Alte sowie Neue Musik bewege, habe ich mich immer auch sehr für andere Musikstile, andere Instrumente und ganz besonders für die Arbeit mit Orchester und Chor interessiert. Schon während meines Studiums in Zürich übernahm ich das professionelle Barockorchester Capella Concertante, welchem anfänglich auch ein Vokalensemble angeschlossen war. Um die verschiedenen Instrumente des Orchesters besser zu verstehen, beschäftigte ich mich über Jahre hinweg auch mit der Geige, der Viola da Gamba und mit der Barockposaune.
Immer interessierte ich mich auch für den Gesang. Während meines Studiums an der Schola Cantorum in Basel arbeitet ich intensiv an meiner Stimme mit Richard Levit, anschliessend mit Ulrich Messthaler und Bernhard Hunziker. Während drei Jahren wurde ich auch von Andreas Fuyû Gutzwiller auf der Shakuhachi unterrichtet.
Als Blockflötist konzertierte ich mit verschiedenen Ensembles für Alte und Neue Musik. Besonders hervorzuheben sind das Ensemble Ars Noviqua, das Trio Flautando und das Blockflötenquartett diferencias unter der Leitung von Conrad Steinmann, mit welchem wir während 30 Jahren Konzertreisen in viele Länder unternahmen und drei CDs produzierten. Weiter ist das Trio III-VII-XII zu erwähnen, welches sich seit 1998 hauptsächlich mit Zeitgenössischer Improvisation, Musiktheater und fürs Trio entstandenen Komposition befasst. In leitender Funktion und als Mitspieler wirkte ich an drei grossen Festivals für Zeitgenössische Blockflötenmusik mit.
Ausbildung
Im Hauptfach Blockflöte studierte ich an der Musikakademie Zürich (heute ZHdK) bei Matthias Weilenmann. Das Nebenfach Klarinette belegte ich bei Kurt Hotz. Nach dem Lehrdiplom mit Auszeichnung im Jahr 1986 studierte ich ein weiteres Jahr bei Pedro Memelsdorff in Bologna.
Von 1987 bis 1991 folgte das Studium an der Schola Cantorum Basiliensis bei Conrad Steinmann im Rahmen des neu geschaffenen Aufbaudiploms, das ich 1990 abschloss. Weitere Elemente dieses Studiums waren unter anderem 'Historische Aufführungspraxis' bei Jesper B. Christensen, Theorie am Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Basel, Viola da Gamba als Übungsschüler in der Klasse von Jordi Savall sowie Gesang im Nebenfach bei Richard Levit. Den Gesangsunterricht durfte ich ein weiteres Jahr besuchen, da sich zeitweise die Möglichkeit eines Gesangsstudiums abzeichnete.
Da ich bereits in meiner Jugend Schlagzeug gespielt hatte, übernahm ich in verschiedenen Ensembles zusätzlich die Funktion des Perkussionisten. Aufbauend auf meinen Erfahrungen mit der Viola da Gamba spielte – und spiele – ich zudem in verschiedenen Formationen Mittelalterfidel.
Seit 2022 spiele ich wieder Bassklarinette und widme mich mit grosser Leidenschaft dem Chalumeau, dem barocken Vorläufer der Klarinette.